Das Lerchenauer Feld

Im Münchner Stadtteil Feldmoching entsteht ein neues Wohnquartier - Antworten auf wichtige Fragen
 
 

Worum geht es?

Auf einer bisher unbebauten Fläche an der Lerchenauer Straße im Münchner Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl, dem Lerchenauer Feld, wollen die Landeshauptstadt München und das Unternehmen Wohn Park Lerchenauer Feld GmbH & Co. KG Bauland schaffen und ein Wohnquartier mit Schul- und Sportflächen entwickeln.

Das Lerchenauer Feld liegt im Stadtteil Feldmoching, ist ungefähr 23 Hektar groß und wird im Westen von der Lerchenauer Straße, im Osten von der Lerchenstraße, im Norden von der Ponkratzstraße und im Süden vom Gelände der Spielvereinigung Feldmoching begrenzt.

Knapp die Hälfte des Geländes ist im Besitz der Stadt München. Die weiteren Flächen hat die Wohn Park Lerchenauer Feld erworben, ein Joint Venture der beiden Unternehmen Bayerische Hausbau und CONCEPT BAU.

Was ist geplant?

Auf dem Lerchenauer Feld sollen nicht nur Wohnraum entstehen - es sind mindestens 1600 Wohnungen geplant -, sondern auch weitere dringend benötigte Einrichtungen für das Viertel.

Zum Beispiel ein neuer Schulcampus: Die Aufstellung eines Bebauungsplans steht in direktem Zusammenhang mit dem Bau eines sechszügigen Gymnasiums sowie einer neuen Grundschule. Die diesen Einrichtungen zugehörigen Sportanlagen werden auch als Vereins- und Breitensportanlagen dienen und so einen Mehrwert für das ganze Viertel bieten.

Auch sind soziale Einrichtungen vorgesehen, etwa ein volltstationäres Pflegeheim sowie eine offene Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Für die Versorgung des neuen Quartiers sind ein Super- und ein Drogeriemarkt vorgesehen.

Wie wird das neue Quartier aussehen?

Ziel ist es, ein Wohnquartier mit eigenständigem Charakter zu schaffen, das aber in seinem Maßstab nicht in Konkurrenz zur gewachsenen Bebauung Feldmochings tritt. Weder sollen der historisch natürlich gewachsene Feldmochinger Ortskern noch das Nahbereichszentrum um den Bahnhof geschwächt werden. Die zukünftigen Gebäude am Rand des Quartieres werden in ihrer Architektur Rücksicht auf die angrenzende Feldmochinger Bestandsbebauung nehmen.

Das neue Wohnquartier soll insgesamt abwechslungsreich gestaltet werden und vielfältige und differenzierte Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität bereithalten.

Weitere Fragen und Antworten zum Projektvorhaben
 

Nein. Schon die Vorgaben der Stadt sorgen dafür, dass die bewährte Münchner Mischung entstehen wird, etwa aufgrund der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBon), die bei neuen Bebauungsplänen Anwendung findet: Ihr zufolge werden auf den Flächen des Joint Ventures 40 Prozent sozial geförderten Wohnraum entstehen; auf städtischen Flächen liegt dieser Wert sogar bei 50 Prozent. Auf dem Areal werden also bezahlbare Wohnungen für unterschiedliche Einkommensgruppen entstehen.

In der jetzigen, sehr frühen Projektphase, kann hierzu noch keine Aussage getroffen werden. Fest steht, dass auf dem gesamten Lerchenauer Feld mehr als 40 Prozent der Wohnungen sozial geförderter Wohnungsbau sein wird.

Die Verkehrssituation rund um das Lerchenauer Feld wurde und wird intensiv untersucht. Verkehrsgutachten zeigen, dass das Bauvorhaben die Verkehrssituation im Viertel, insbesondere für den Ortskern, nicht verschlechtert, da die  Verkehrssituation in Feldmoching vor allem auf den überregionalen Durchgangsverkehr in Nord-Süd-Richtung zurückzuführen ist.

Der zusätzliche Verkehr durch die neuen Bewohner wird sich weit überwiegend nach Süden orientieren. Durch die Integration eines Nahversorgers und des Gymnasiums wird zudem schon bestehender KFZ-Verkehr in Zukunft vermieden. Eine neu einzurichtende Verkehrslenkung im Zuge der Erschließung des Quartieres wird außerdem im direkten Umfeld für eine Entspannung sorgen.

Grundsätzlich ist es Ziel der Planung, motorisierten Individualverkehr so weit wie möglich zu vermeiden. Hierzu soll ein Mobilitätskonzept untersucht werden, das z.B. Car- und Bikesharing-Konzepte sowie eine fußgänger- und fahrradfreundliche Infrastruktur beinhaltet und den öffentlichen Nahverkehr stärkt. Der ruhende Verkehr wird überwiegend in Tiefgaragen untergebracht.

Die bisher von landwirtschaftlichen Flächen unterbrochene Nord-Süd-Grünverbindung sollen geschlossen werden. Für die Feldmochinger entstehen öffentliche Grünflächen und neue, praktische Wegebeziehungen durch das Viertel. Grundsätzlich soll das neue Wohnquartier einen lebendigen Austausch mit den umliegenden Feldmochinger Wohngebieten ermöglichen.

Nein. Durch verdichtete Gebäudetypologien und flächensparender Bauweise soll ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden gewährleistet werden.