Beteiligungsprozess

Wie sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung des Lerchenauer Feldes einbringen

Im Zuge der Entwicklung des Lerchenauer Feldes werden die Bürgerinnen und Bürger aus Feldmoching und darüber hinaus intensiv in die Planungen mit eingebunden. Ihre Anregungen und Ideen können wertvolle Beiträge leisten, um das Lerchenauer Feld zu einem lebenswerten Viertel für die zukünftigen Bewohner werden zu lassen und sinnvolle Mehrwerte für das ganz Viertel und seine Bewohner zu schaffen.

Ein erster öffentlicher Dialog - vor der Ausschreibung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs - fand am Dienstag, 5. Februar 2019, in der Feldmochinger Faganahalle statt. Etwa 260 Interessierte waren der Einladung gefolgt, eingepladen hatten die Landeshauptstadt München und die Wohn Park Lerchenauer Feld.

Die Bürgerinnen und Bürger wurden zuerst ganz allgemein über die Eckpunkte des Projektvorhabens sowie den Zeitplan informiert; in einem zweiten Teil des Abends konnten sich die Besucher mit Experten zu Themen des Städtebaus, der Freiraumgestaltung, der Bildungseinrichtungen oder des Verkehrs austauschen und ihre Anregungen und Ideen hinterlassen.

Diese wurden gesammelt, in einem Protokoll zusammengeführt und der Auslobung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs beigelegt. Wie es am Abend in der Mehrzweckhalle hieß, seien die teilnehmenden Büros gut beraten, sich die Anmerkungen der Bürgerschaft genau anzusehen, schließlich studiert auch die Fachjury des Wettbewerbs die Anregungen der Bürger.

Wenn Sie weitere Hinweise und Anregungen sowie Fragen zum Bauprojekt haben, schreiben Sie uns eine Mail an info@lerchenauer-feld.de.

Zentrale Forderungen und
Anliegen der Bürgerinnen und Bürger
 

Die Bürgerinnen und Bürger haben durchaus kontroverse Meinungen über die zu schaffende Dichte und Höhe der Neubebauung geäußert. Gefordert wurde, harmonische Übergänge zwischen der neuen Bebauungs und den Feldmochinger Bestandsgebäuden zu schaffen - und so den Charakter Feldmochings zu erhalten.

Über die Anzahl der neu zu errichtenden Wohneinheiten herrschte keine Einigkeit, allerdings sollten verschidene Wohntypologien geschaffen und die soziale Mischung gefördert werden; auch soll es Wohnangebote für unterschiedliche Altersgruppen geben. Zudem würde die Feldmochinger gerne Baugemeinschaften auf dem Lerchenauer Feld sehen.

Die Feldmochinger können sich im Rahmen der Bebauung des Lerchenauer Feldes grüne Innenhöfe, Spielplätze für verschiedene Altersgruppen sowie ein breites Angebot an Freizeiteinrichtungen vorstellen. Grün- und Freiflächen sollen aureichend nutzbar sein und die Artenvielfalt fördern.

Während durchwegs eine hohe Qualität der Bebauung gefordert wurde, waren sich die Besucher der Veranstaltung nicht über deren Bauweise sowie die Formen der Dachgestaltung einig. Freuen würden sich die Feldmochinger aber einen Ausbau des gastronomischen Angebotes, und wichtig ist ihnen auch die Förderung der quartiersnahen Ärzteversorgung.

Welche Schulformen auf dem Lerchenauer Feld entstehen sollen, wurde kontrovers diskutiert. Einig ist man sich darin, die Kinderbetreuung auszubauen. Die Sportangebote sollen gut und schnell erreichbar sein und vor allem breit aufgestellt werden.

Im Hinblick auf die neuen Bewohner auf dem Lerchenauer Feld wünschen sich die Feldmochinger einen Ausbau des ÖPNV im Viertel und fordern die Erstellung eines tragfähigen Konzeptes für die Zukunft. So soll eine Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs vermieden werden. Kontroverse Meinungen gab es über Art und Weise der Transportmittel: Sogar die Erweiterung der U-Bahn bis zum Lerchenauer Feld wurde gefordert.

Das Rad- und Fußwegenetz, so forderten es die Besucherinnen und Besucher beim öffentlichen Dialog, sollte in Zukunft ausgebaut und so attraktiver werden. Das gesamte Lerchenauer Feld sollte daher für Radfahrer gut angebunden werden.

Bezüglich des KFZ-Verkehrs fordern die Feldmochinger eine Erstellung eines Verkehrskonzeptes. Straßen und Bahnübergänge sollen ausgebaut werden, der Verkehr gezielt geleitet werden. Parkmöglichkeiten sollen nicht aus dem Auge verloren und die E-Mobilität gefördert werden.

Eine detaillierte Dokumentation des Abends mit zusätzlichen Informatonen ist als PDF hier verfügbar.